Alfred Gomolka Ministerpräsident a.D.


Willkommen auf der Homepage von Prof. Alfred Gomolka

Alfred Gomolka war der erste freigewählte Ministerpräsident von MV von 1990-92 und bis 2008 Mitglied im Europäischen Parlament, verantwortlich u.a. für den Beitritt der Baltischen Staaten zur EU. Als Wissenschaftler war er im Bereich Hydrographie und Küstendynamik tätig, und hat zahlreiche Arbeiten zum Küstenschutz in MV erstellt, die noch heute Verwendung finden. Er ist nicht mehr politisch aktiv und übt wenige Ämter aus. Er lebt heute mit seiner Familie in Mecklenburg-Vorpommern im Naturpark Peenetal.

Interview mit Professor Gomolka

Am 12. Juni 2012 wurde im NDR Hörfunk (NDR1 Radio MV, Axel Seitz) ein Interview mit Professor Gomolka ausgestrahlt. Lesen Sie hier den aktuellen Inhalt (donwload). 

Ausgesuchte politische Themen

Im Laufe seiner politischen Arbeit seien unter vielen anderen vier Themenschwerpunkte zu nennen, welche Alfred Gomolkas politische Arbeit im EU Parlament besonders prägten:

  • Beitritt der Baltischen Staaten zur Europäischen Union
  • Entwicklung der Region Greifswald/Lubmin als Standort für die Fusionsforschung (Projekt Vision Fusion) , in diesem Zusammenhang ist auch der Wendelstein 7x in Greifswald zu nennen.
  • Entwicklung des Standortes Peenemünde unter Einbeziehung seiner historischen und seiner raumfahrt-technischen Bedeutung.
  • Erhaltung und Förderung der Universität Greifswald.

Biographie

"Heißes Herz und weiche Knie". Ein Auszug aus dem Buch: 20 Jahre CDU-Fration im Landtag M-V.

von Prof. Dr. Alfred Gomolka

... Es war immer wichtig für mich zu wissen, dass ich meine Brötchen auch anders verdienen kann. Nicht nur mit der Politik. Auch, wenn ich gern Politiker war. Dass die CDU die richtige Partei für mich ist, wurde mir Ende 1989 richtig bewusst. Der Sonderparteitag hatte Lothar de Maizière an die Spitze gewählt. Er hat Mut bewiesen und sich öffentlich für das konforme Verhalten der CDU in DDR-Zeiten entschuldigt. Ich denke, die CDU war die einzige Partei, die damals einen radikalen Bruch vollzogen und einen wirklichen Neuanfang begonnen hat. 1989 trat der gesamte alte Kreisvorstand in Greifswald zurück. Für mich war es Zeit, wieder in die aktive Politik einzusteigen. Ich wurde in den neuen Vorstand gewählt, kandidierte für die Volkskammer und wurde schließlich Mitglied in dem Parlament, das sich selbst und die DDR so schnell wie möglich abwickeln sollte. Wir Christdemokraten waren uns einig: Wir wollten 1990 keinen Jahrestag der DDR mehr erleben. Das Ziel erreichten wir bekanntlich.

Die Zeit in der Volkskammer war eine nachhaltig wirkende Schule, die mir auch als Landespolitiker helfen sollte. Ich hatte mich entschlossen, am Aufbau des neuen Landes Mecklenburg-Vorpommern mitzuarbeiten und war durchaus ehrgeizig: Ich wäre gern, einen Wahlsieg der CDU bei den Landtagswahlen vorausgesetzt, Umweltminister geworden. Doch dann kam der Parteitag, auf dem der Spitzenkandidat der CDU nominiert werden sollte. Alles lief auf Georg Diederich hinaus, der sich als Regierungsbevollmächtigter für den Bezirk Schwerin einen Namen gemacht hatte. Doch vielen Mitgliedern gefiel nicht, dass er ohne Gegenkandidat gewählt werden sollte. Das erinnerte zu sehr an früher, wo alles schon von vornherein feststand. Dann wurde ich gefragt, ob ich als Kandidat antreten würde. Ich habe spontan zugesagt. Georg Diederich hielt eine Art Regierungserklärung. Das kam nicht gut an bei den Delegierten. Ich habe aus dem Stegreif geredet und gesagt, was mir auf dem Herzen lag. Ich weiß noch, dass ich einen Stabreim benutzt habe, als ich unsere Haltung als Partei beschrieb: „konsequent, klar, kritisch und vor allem konservativ“. Das muss offenbar überzeugt haben. Jedenfalls bekam ich fast zwei Drittel der Stimmen. Ich war selbst überrascht.

Dann gewannen wir auch die Wahlen und ich wurde Ministerpräsident. Übrigens der 1. Ministerpräsident eines neuen Bundeslandes, noch einen Tag bevor Kurt Biedenkopf in Sachsen in das Amt gewählt wurde. Wir hatten auch das erste Landesparlament in Ostdeutschland und ich habe die erste Regierungserklärung der neu gewählten Ministerpräsidenten gehalten. Wir sind zügig an die Arbeit gegangen, um das Land aufzubauen. „Arm, aber schnell“, hieß es damals über Mecklenburg-Vorpommern. Das habe ich als Kompliment verstanden...

Kontakt

Professor Gomolka unterhält kein Büro mehr in Brüssel, Greifswald oder Schwerin. Sie erreichen Ihn über das Büro seines Sohnes in Berlin. 



Dr. Johannes Gomolka
Leipziger Str. 49
10117 Berlin
Germany

Internet: www.gomolka.be
Emailadresse:  private(at)alfred-gomolka.de oder







Alfred-Gomolka.de, Last updated, Berlin, den. 1. Oktober 2015